München Marathon / Deutsche Meisterschaft

NIELS BUBEL: LAUFEN, LEBEN, GUTES TUN

Mein I RUN FOR LIFE-Spenden‐Marathon: “Jede Sekunde zählt!”

Beim München‐Marathon am 14. Oktober mit den Deutschen Meisterschaften wollte ich ein Zeichen setzen! Als Botschafter für das I RUN FOR LIFE -Projekt habe ich mich nicht nur mit den besten Läufern Deutschlands gemessen, sondern gleichzeitig mit meiner Leidenschaft fürs Laufen etwas Gutes für andere Menschen getan. Ich habe selbst erfahren, wie schnell man durch unterschiedliche Erkrankungen die Lebensfreude verlieren kann. Es ich für mich ein Bedürfnis anderen zu helfen und ihnen Mut zu machen. Mein Ziel war: Ich wollte unter 2:30 Stunden bleiben und damit meine Bestzeit um über 17 Minuten verbessern. Für jede Sekunde, die ich unter meiner alten Bestmarke von 2:47:15 Stunden blieb, wurde Geld für die Deutsche PalliativStiftung gespendet, um sterbenden und schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen zu helfen. Ein wichtigen Anteil ihrer Spenden wird projektbezogen der Hospizarbeit und Palliativ Versorgung in der Region München zu Gute kommen.

Meine Botschaft: „Leidenschaft ist immer siegreich“

Im Alter von 17 Jahren musste ich eine Lebenskrise bewältigen. Ich hatte die Lust am Leben verloren und befand mich in einem tiefen Loch, aus dem ich alleine nicht herausgekommen wäre. In dieser Zeit entdeckte ich das Laufen für mich. Es war mein einziger Halt. Um mein Selbstvertrauen nicht völlig zu verlieren, wollte ich mir beweisen, dass ich einen Marathon durchhalten würde. Kurz nach meinem 18. Geburtstag lief ich im September 2005 ohne Vorbereitung beim Berlin‐Marathon mit. Nach 3:48:30 Stunden hatte ich mein Ziel erreicht. Das hat mir gezeigt, dass es sich immer lohnt zu kämpfen, egal wie schwer der Weg ist, den man gehen muss. „Aufgeben gilt nicht!“ Damit war meine Leidenschaft fürs Laufen entfacht und seitdem möchte ich herausfinden, wie schnell ich einen Marathon rennen kann. Seit 2007 trainiere ich immer öfter, um das herauszufinden. Ich möchte mit anderen meine Freude am Laufen teilen und sie motivieren.

Ich danke Allen, die meine Aktion für das Leben bis zuletzt unterstützt haben!

02.26:43 Std. benötigte Niels Bubel beim München Marathon 2012 und belegte den hervorragenden 10. Gesamtplatz.

Mein Marathon-Traum wird Wirklichkeit

Mir tat alles weh. Mir war kotz übel. Ich befand mich in einem dunklen Tunnel. Doch es war kein endloser schwarzer Tunnel, in den ich früher öfter geraten war. Diesmal war mein Kopf erfüllt von großer Euphorie, denn mir wurde bewusst, dass ich es in wenigen Augenblicken wirklich geschafft haben sollte. Es war das Marathon-Tor, in dem ich mich befand. Es führte mich ins Olympiastadion, dem Ziel entgegen. Ich wurde gejagt. Ich wollte meinen Platz nicht mehr hergeben. Die Toten Hosen spielten "Tage wie diese" und mein Kopf befahl den Beinen zu laufen. Nach fast 42 Kilometern keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Stadionrunde wollte kein Ende nehmen. Jetzt wollte ich nicht nachlassen. Ich kämpfte um jede Sekunde, denn jede Sekunde, die ich schneller im Ziel sein würde, bedeutete mehr Spendengelder für das Projekt "I run for life" der Deutschen PalliativStiftung. Dann hatte ich es wirklich geschafft.

Ich habe es geschafft, mir meinen Traum von einem schnellen und an diesem Tag fast perfekten Marathon-Rennen zu erfüllen. In 2 Stunden 26 Minuten und 42 Sekunden erreichte ich die Ziellinie im Münchner Olympiastadion, blieb damit unter meinem Ziel - der 2:30 Stunden-Marke - und schob mich in einem harten Ausscheidungsrennen mit viel Risiko und einem hohen Anfangstempo bis auf Platz 10 vor.
Innerhalb von 6 Jahren verbesserte ich mich von Platz 8565 beim Berlin-Marathon in die Top 10 bei den Deutschen Meisterschaften. In meinem zweiten Marathon - ohne eine Pacemaker-Aufgabe oder einem Höhenunterschied von über 1000 Metern wie beim Brocken-Marathon - konnte ich mich um rund 82 Minuten steigern.

Vor Erschöpfung auf dem Boden liegend überkamen mich die Emotionen und ich weinte Freudentränen. Meine Freude war grenzenlos.

Ich danke allen, die an mich geglaubt haben. Denjenigen, die mich unterstützt haben. Brooks für die Wettkampfausrüstung, die mich zu dieser tollen Zeit gepusht hat und allen Spendern, die gemeinsam mit mir und "I run for life" etwas bewegt und mit ihrem Beitrag Gutes für andere Menschen getan haben.

Nun bin ich gespannt wie mein Marathon-Traum weitergehen wird. Ich werde mein Motto "Leidenschaft ist immer siegreich" weiter beherzigen.
Wenn Du magst, kannst Du auf der Internetseite niels-bubel.de mehr über mich erfahren und mich auf meinem Weg begleiten.

Bericht zur Aktion auch auf RUNNERS WORLD.de

Berlin Marathon - Was für ein Rennen! Wir trafen exklusiv einen Tag vor dem Start die deutsche Top-Läuferin und IRFL-Botschafterin Anna Hahner

(von li) Maximilian Aulbert, Anna Hahner, Niels Bubel, Jürgen Kathke

Bericht zum Berlin Marathon von Maximilian Aulbert:

Berlin Marathon 2012 Erlebnisbericht

RUN2SKY.COM

Berlin Marathon und ich habe einen Platz gewonnen! Super Sache! Also ging es am Freitag bereits mit meiner Familie Richtung Berlin. Wir verbrachten das ganze Wochenende dort. Nachdem der Freitagabend relativ ereignisarm blieb und ich früh ins Bett ging, damit ich für Sonntag fit bin, stand Samstag einiges auf dem Plan.

Erstmal ging es tagsüber quer durch die Stadt. Ein wenig Sightseeing und ein gutes Essen später gab es für mich das Highlight des Abends. In einem Berliner Hotel hatten alle Gewinner die Möglichkeit sich mit der Topläuferin Anna Hahner und ihrem Pacemaker Niels Bubel zu treffen. So konnte man ein paar Worte mit ihnen wechseln und einige Erinnerungsfotos über der Skyline von Berlin machen. Wunderschön!
Für den einen Teil ging es dann mit Niels essen. Ich verbrachte den letzten Abend im Kreise meiner Familie bei der standardmäßigen Portion Nudeln. Dann ging es für mich auch schon wieder ins Bett. Morgen ist der große Tag!!
Sonntagsmorgens früh aufstehen. Im Angesicht dieses Marathons kein Problem. Gegen halb 8 war ich dann auch schon am Startbereich und verabschiedete mich zuversichtlich von meiner Familie. Immerhin schienen es perfekte Bedingungen zu werden. Sonnenschein und nicht zu warm oder zu kalt. Optimal!
Schon relativ früh habe ich mich dann in den Block begeben. Bei der Anzahl an Teilnehmern ist ein guter Startplatz ein hartes Stück Arbeit, aber ich war zufrieden. Eine viertel Stunde nach den Topläufern fiel dann der Startschuss.
Einige Übereifrige zogen direkt mit einer riesen Geschwindigkeit davon. Viele davon treffe ich später wieder. Ich ging den Marathon sehr ruhig an. Erst drei Wochen vorher hatte ich den Münster Marathon beendet. Dort war ich viel zu schnell gestartet. Das soll mir nicht noch einmal passieren.
Die ersten Kilometer fielen leicht und schnell habe ich eine nette Dänin gefunden, die mein Tempo lief. Also drangehängt und ein paar wacklige Worte auf Englisch ausgetauscht. Bei der ersten Verpflegungsstelle verloren wir uns aber schon, denn die ließ ich noch aus.
Die Kilometer 7 bis 30 lief ich dann alleine. Zwar waren immer Leute um mich herum, doch so richtig anfreunden konnte ich mich nicht mit ihnen. Also mein Ding durchgezogen und die Berliner Sehenswürdigkeiten alleine genossen. Ab Kilometer 25 ging dann meine Aufholjagd los. So zog ich nurnoch an Leuten vorbei, doch überholt hat mich kaum einer mehr.
Später zog ich dann auch federleicht an den Spezis vom Start vorbei, in die ich mich nach Münster gut hineinfühlen konnte.
Die letzten Kilometer schmolzen nur so davon. Bis auf die klebrige Gelversorgungsstelle gab es keinerlei Probleme mehr und so konnte ich drei Wochen nach meinem ersten Marathon bereits meine Bestzeit um eine viertel Stunde verbessern. 04:05:20 standen auf der Uhr und voll zufrieden konnte ich meine Familie wieder empfangen.
Ganz großes Erlebnis, ganz große Erfahrungen! Danke für diese Möglichkeit „I Run for Life“!! 

Unsere Partner Sportärzteverband Hessen e.V.
„I run for life“ - Eine sozialsportliche Initiative der Deutschen PalliativStiftung und der Techniker Krankenkasse